Das muss ich euch jetzt mal erzählen.

Ich war Kapitän auf einem großen Schiff. Nach dem Ablegen im Morgengrauen nahmen wir Kurs Richtung Norden.

Nachts auf offener See brach ein fürchterlicher Sturm los und unser Schiff sank.
Ich konnte mich in ein umhertreibendes, altes Ruderboot retten und fuhr als einziger Überlebender dieser Katastrophe auf eine verlassene Insel.

Ich sah noch, wie mein kleines Boot am Ufer anlegte, und schlief vor Erschöpfung ein.
Als ich erwachte, machte ich mich auf die Suche nach Bewohnern dieser Insel. Ich erkundete alles, indem ich zuerst immer am Ufer entlang komplett einmal herum lief, bis ich wieder an meinem Boot angelangte.

Dann kletterte ich mühsam auf die höchste Spitze und hielt nach allen Richtungen Ausschau. Doch Zivilisation oder Rettung fand ich nicht.

Ich hatte großen Hunger und Durst. Mir blieb nichts anderes übrig, als mir eine Wasserstelle zu suchen und mir einen Unterschlupf zu suchen.

Die Nacht brach schon langsam herein. Dunkel und unheimlich.

Nebel hing über dem Wasser. Es machte mir etwas Angst, was ich natürlich nie freiwillig zugeben würde als stolzer Kapitän.
Sobald die Sonne aufging, legte ich voller Tatendrang los. Ich musste mich zurück auf's Wasser hinauswagen, um zu einer bewohnten Insel zu gelangen.

Unglücklicherweise übersah ich einen unter Wasser liegenden Felsen. Mein altes Boot schrammte mit einem hässlichen Geräusch daran entlang und ich sah, dass Wasser schnell eindrang. Gerade noch rechtzeitig erreichte ich das Ufer der nächsten Insel.

Ich entdeckte sofort die Spuren im Sand. Zweifellos war dieses Fleckchen Erde nicht unbewohnt.

Mein Herz pochte, als ich mich auf die Suche machte.
Plötzlich blieb ich wie erstarrt stehen.

War das etwa eine Fata Morgana? Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Ich war gerettet und muss wohl im Paradis gelandet sein.
Vier bezaubernde Geschöpfe sahen mir entgegen und riefen mich.

"Amor, aufstehen!" Unwillig wehrte ich mich gegen das Erwachen.
"Amor, wir müssen zur Arbei!"
Mein Frauchen Bille hatte mich geweckt, weil wir ins Büro mussten. Und mir bleibt nichts anderes, als die Erinnerung an diesen aufregenden Traum! *seufz*