Montag, 30. August 2010

Lebende Steine

Ich habe eine ganz komische Beobachtung gemacht.
Aber, ich glaube, ich muss etwas weiter ausholen.

In unserem Garten wohnen Steine. Naja, jetzt sagt ihr bestimmt, dass die bei euch im Garten auch wohnen. Aber diese Steine sind seltsam, denn sie sind lebendig.

Wie viele Steine, die Kati mir manchmal in den Bach, Fluss oder See schmeißt, dass ich hinterherschwimme - was ich natürlich meist nicht mache - sind diese in unserem Garten rund, relativ flach und hart. Ich kenne sie schon, seit ich in diese Familie gekommen bin. Sie müssen also uralt sein. Schließlich bin ich ja schon sechs Jahre. Das Seltsame ist aber, dass sie Beine haben, einen Kopf und manchmal ist auch eine Schwanzspitze erkennbar. Manchmal liegen sie vereinzelt rum. Manchmal bilden sie auch einen komischen Haufen.


Einmal habe ich auch schon an einem geschnuppert, weil eich dachte, dass dieses Ding vielleicht fressbar wäre. Habe es aber als nicht genießbar abgetan. In jedem Fall war es keine Leckerei!


Mein Menschenrudel ist ganz begeistert von diesen Steinen. Sie haben sogar eine Mauer im Garten gebaut, um zu verhindern, dass jemand diese Steine entdeckt. Und sie behüten sie wie Edelsteine, schauen ständig nach denen. Und immer, wenn ich in die Stein-Wohnung will, werde ich zurückgerufen. Das finde ich ein wenig gemein. Schließlich bin ich doch der Herr im Haus.

Ally, die Katzenchefin hält sich nicht an solche Regeln. Letztens hat sie sich unter das Steinvolk gemischt. Ich kann nicht sagen, was da geschehen ist, aber sie durfte bei ihnen einziehen. Oder wurde sie nur zum Essen eingeladen?


Ich war ja schon ein wenig neidisch auf sie. Eigentlich hätte mir diese Ehre gebührt. Und natürlich auch, weil Essen ja meine Leidenschaft ist.
Aber als ich dann sah, was gegessen wurde, war ich doch froh, dass nicht ich gefragt worden war.


Es wäre ja schließlich ganz schön unhöflich gewesen, das Essen nicht wenigstens zu brobieren. Aber sorry, so Gras und Grünzeug esse ich eigentlich nur, wenn mir elend ist.


Ally war bewundernswert mutig. Hat mit den Steinen sogar den Napf geteilt. RESPEKT!
Naja, vielleicht lade ich diese Dinger ja auch mal zum Essen ein, wenn bei mir mal was übrig bleit - z.B. auf gute Nachbarschaft!

Freitag, 13. August 2010

... plötzlich gab es SIE


Auf einmal ist es passiert. Es traf mich wie Blitz und Donner aus heiterem Himmel. Ich sah sie, roch sie und es war schlagartig um mich geschehen. Ich habe mich verliebt, schwebe auf Wolke 7.


"Wolke" ist ein gutes Stichwort! Also eigentlich ist ihr Name "Ranya", aber sie sieht aus wie ein weißes, kleines Wölkchen, das vom Himmel zu mir herunter geschwebt ist *träum* Etwas so Süßes ist mir ja noch nie begegnet!


Ich machte mich groß. Schließlich wollte ich ihr ja imponieren. Ich muss zugeben, ich bin schon ein ganz schön stattlicher Kerl *angeb* Ja, das zauberhafte Wolken-Wesen wurde auf mich aufmerksam. Sie kam direkt auf mich zu. Oh je, ich bekam ganz heftige Herzklopfen. Fieberhaft überlegte ich, was ich ihr den Cooles sagen könnte. Mein Hals war ganz trocken und ich bekam weiche Knie.


Ich sehe sie immer noch vor mir. Ihr Gesicht, ihr Lachen, dieses ... ach ... so flauschige, kuschelige Fell. Der leichtfüßige, tänzelnde Gang. Ihr Duft! Betörend! So jung, so weiblich! *schwärm* Ach ja, und natürlich ihr toller Charakter! Also das ist mir selbstredend am Wichtigsten.


"Hey, du Süße, ich bin der Amor! Willst du mit mir gehen?" ... Nein, das war wahrlich nicht originell. Ich weiß, aber mir fiel beim besten Willen auf die Schnelle nichts Gescheites ein. Ich war total hin und weg und mein Gehirn funktionierte plötzlich nicht mehr.


Ich lud sie zunächst auf einen romantischen Spaziergang ein. Wir machten Rast auf einer Bank und unterhielten uns angeregt. Da könnte ich wieder ins Schwärmen geraten! Sie ist so wahnsinnig geistreich. Ihr Humor ist einfach wundervoll. Und ... hab ich schon erwähnt ... sie roch betörend gut! *schmacht*


Als nächstes kamen wir zu meinem Bach, den ich im Sommer immer gerne aufsuche, um mich zu erfrischen. Ich dachte, wir könnten ja ein gemütliches Bad zusammen nehmen.


Ich bin ja schon ein etwas gesetzterer Mops-Mann und wollte schön ruhig mit dem sanften Wölkchen schwimmen. Aber das, was dort am Bach dann geschah, das hätte ich nie erwartet.


Kaum im Wasser wurde aus dem flauschigen Wölkchen ein trief-nasses Etwas. Aber nicht nur das ... auch ihr sanftes Wesen schien sich mit einem Mal zu verändern. Ich war richtig erschrocken, als sie mich plötzlich wild ansprang.


Sie rannte, schwamm, buddelte ...

Sie wirbelte wild herum ... schüttelte sich das nasse Fell ...


An Land sprang sie mich an in ihrer ihr ganz eigenen jugendlich ungestümen Art und fing an ... stellt euch vor ... meine Ohren zu knabbern.
Ich blieb ganz tapfer. Ertrug alles ohne zu jammern. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, sie war ziemlich grob, das kleine Wölkchen.


"Stop!" rief ich und hob beschwichtigend die Pfote. Ich war platt ... konnte nicht mehr!


Hach ja, so einen tollen Badeausflug habe ich schon lange nicht mehr erlebt.


Jetzt ist Ranya wieder daheim. Ihr Frauchen ist die Schwester von meiner Alpha-Frau Kati. Ich bin noch immer ganz hin und weg und freue mich natürlich schon, wenn ich sie wiedersehe!