Am Wochenende war ich mit meinem Frauenrudel Bille und Kati im Wald unterwegs. Doch was wie ein ganz normaler Morgenspaziergang anfing, endete als Bildungsreise. Soll heißen: Ich hab mich gebildet und bin jetzt schlauer als vorher. Ich weiß nämlich jetzt, was "Christo" ist. Na, wisst ihr das auch?
Aber vielleicht sollte ich einfach mal berichten. Kati, Bille und ich sind also zum Wald gegangen und wollten mal einen ganz neuen Weg ausprobieren. Ich finde so etwas ja immer wieder besonders aufregend. Alles ist so neu und unbekannt. Muss ich natürlich erst mal alles erforschen und die fremden Gerüche auf mich wirken lassen.
Ja, ich liebe solche Abenteuer! Im Wald war es ganz idyllisch. Wir gingen einen gewundenen, schmalen Pfad entlang und Kati machte dabei ein paar Bilder mit ihrem neuen Handy. Die Frauen und ihre Technik. Die sollten sich mal lieber auf Zeitung lesen beschränken, so wie ich. Aber naja, ich hab ihr den Spaß gelassen und ab und an ganz nett gelächelt.

Dann sahen wir es alle. Gespenstisch flatterte so weißes Zeug an den Bäumen. Bille meinte: "Das sieht ja aus wie bei Christo." Wer zum Teufel ist dieser Christo? Dem musste ich auf die Spur kommen.

Kati war von der Ansicht aber ganz und gar nicht überzeugt. Sie war der Meinung, dass es wohl Folie sei, mit der Spargelfelder abdecke und die sei von "Xynthia" an die Bäume gehängt worden. Da musste ich schon grübeln. Wer war nun Schuld? "Christo" oder "Xynthia"? Die sagte mir beide nichts. Hab ich mich also gebildet und herausgefunden, dass wohl mit "Christo" ein Verpackungskünstler gemeint ist, der mit seiner Frau Jeanne-Claude 1995 den Reichstag in Berlin verhüllt hatte. Ist das Kunst?

Ich mag ja eigentlich Verpackung nicht so gerne. Meine Leckerlis sind mir ohne diese lästigen Tüten oder Schachteln viel viel lieber. Aber gut, das ist ein anderes Thema. War "Xynthia" auch Künstlerin? Und wie soll eine Frau das allein schaffen, das weiße Zeug so hoch an die Bäume zu hängen. Und noch etwas spricht für Billes Theorie, die mich inzwischen schon überzeugt hat. Ich habe nämlich gelesen, dass die Christo und seine Frau sich 32 Jahre vorbereitet hatten, bevor sie im Winter 1998 in Riehen 178 Bäume im Berower Park verhüllten. Seht ihr, irgendwo müssen sie in den 32 Jahren ja geübt haben, oder? Wahrscheinlich in unserem Wald! Das Rätsel gelöst zu haben, machte mich ganz euphorisch. So war der Spaziergang ein kurzweiliges Vergnügen.
Nur eine Sache irritierte mich am Ende etwas. Sind "Christo" und "Jeanne-Claude" etwa Riesen-Monster-Maulwürfe?
Heute war ein überaus interessanter Tag.
Ich mal wieder - ganz "Mops von Welt" - war bei einem Ausstellungsbeginn in der Großstadt Frankfurt am Main.
Naja, vielmehr ... ich durfte meine Frauen begleiten.
Meine beiden Alphas, Kati und Bille, haben eine Ausstellung und sie nahmen mich mit, als die Bilder heute aufgehängt wurden. Die beiden machen nämlich in ihrer Freizeit als Künstlerduo "KS Design" Fotokunst. Ich durfte sogar schon bei ganz vielen Shootings dabei sein. Vielleicht bin ich ja so etwas wie eine Muse.
Draußen tobte ein Schneesturm, als wir zu unserer Fahrt nach Frankfurt aufbrachen. Ich war ganz schön aufgeregt, da ich zuvor noch nie bei einem solchen Ereignis dabei war.
Das PULSE ist eine sehr chice Szene-Location, wie Kati immer sagt. Was genau das zu bedeuten hat, weiß ich nicht, und so war ich gespannt, was denn dort geschehen würde.
Das Lokal hatte noch nicht geöffnet, aber weil ich ja ein "VIP" ("very important pug") bin, durften wir schon mal rein.
Die liebe Kellnerin entdeckte mich auch gleich, brachte mir eine Schale mit Wasser und ich unternahm eine Erkundungstour durch das Lokal, während Kati und Bille anfingen, die Bilder auszupacken.
Plötzlich hatte ich einen verführerischen Duft in der Nase, doch Kati hatte mich trotz der Arbeit im Auge behalten und rief mich zurück, bevor ich die Küche erreichen konnte, wo gerade Frühstück vorbereitet wurde.
Also suchte ich mir schließlich einen sicheren Platz, um nicht im Weg rumzustehen.
Ich hatte alles im Blick und beobachtete Kati und Bille dabei, wie sie die Bilder aufhängten. Mal waren sie zu hoch...mal zu tief...dann wieder schief...
"Links weiter runter", rief Bille zwischendurch. Dann wieder "Jetzt rechts ein wenig runter".
Wieder wurden Bilder aus Kisten gepackt. Kati legte die Bilder auf die Couch.
Das wunderte mich doch sehr. Wo sollten denn nun die ganzen Gäste sitzen.
Zwischendurch kamen die ersten Gäste und ich bekam mit einem Ohr mit, dass von "der Dame mit den schönen Möpsen" gesprochen wurde. Ich sah überall nach ... aber ich konnte keine anderen Möpse entdecken.
Allerdings kamen mit den ersten Gästen noch zwei andere Hunde mit ihren Leinenhaltern in das Lokal. Die waren zwar ganz nett, aber ich war ja heute ein "VIP", so dass ich in meiner Kiste blieb und ganz wichtig tat.
Leider ermüdet es, so hochwichtig zu tun und so schlief ich kurz drauf ein.
Kati und Bille arbeiteten derweil weiter, während ich versuchte, die richtige, bequeme Schlafposition zu finden. War gar nicht so einfach. Das könnt ihr mir glauben.
Schließlich war es vollbracht. Kati und Bille beendeten ihre Arbeit mit einem leckeren Frühstück. Ich bekam ein paar Hundeleckerlis, weil ich sooooo lieb gewesen war und keinen Unsinn gemacht hatte. Ein "VIP" kann sich halt benehmen *grins*
Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in der Großstadt. Die Luft ist da ganz anders und an jeder Ecke gibt es spannende Gerüche zu entdecken. Ich war überrascht, wie viele Hunde dort leben. Ich werde euch dann wieder berichten, was ein "Mops von Welt" so alles erlebt.